Kaffeefilter – Was muss ich über die verschiedenen Filtertypen wissen?

Kaffeefilter – Was muss ich über die verschiedenen Filtertypen wissen?

Kaffee hat sich in den letzten Jahrhunderten zu einem beliebten Getränk einer breiten Masse entwickelt (erfahren Sie mehr über die Geschichte des Kaffees). Wurde er früher ausschliesslich von Aristokraten und reichen Bürgern getrunken, so ist er heutzutage in jeder Bevölkerungsschicht beliebt.

Die Bohnen wurden in der Anfangszeit nur in Afrika und Arabien angepflanzt, heutzutage existieren Plantagen an vielen verschiedenen Orten der Welt.

Der weltweite Konsum von Filterkaffee

Beim Konsum kann man ebenfalls von einer weltweiten Verbreitung sprechen.

Sowohl in Europa, Afrika als auch in Amerika und in Australien wird dieses Getränk genossen. Lediglich in Asien ist der Konsum noch nicht so weit verbreitet. Dies liegt vor allem daran, dass die Kolonisierung für die Verbreitung verantwortlich ist.

So wurde Kaffee in vielen verschiedenen Ländern bekannt und die Bohnen in die Heimatländer transportiert. Aber auch in China wird unser geliebtes Heissgetränk immer beliebter.

Welche Arten von Kaffeefilter gibt es überhaupt?

Heutzutage entscheiden sich die meisten Menschen für den Filterkaffee. In Deutschland konsumieren 70 Prozent aller Kaffeetrinker am liebsten Filterkaffee. Im Gegensatz zu Vollautomaten (mehr dazu im Beitrag zum Kaffeevollautomaten Test) oder Kaffeepadmaschinen (zum Artikel) wird der Kaffee nicht direkt in eine Tasse, sondern einen Krug gebrüht.

Er wird in entsprechenden Maschinen produziert und ist schnell hergestellt.

Hier erfahren Sie alles über Kaffeemaschinen mit Mahlwerk

Hier erfahren Sie alles über althergebrachte Filterkaffeemaschinen (ohne Mahlwerk)

Erfunden wurde der Kaffeefilter von Melitta Bentz, welche am 8.Juli 1908 das Patent anmeldete.

Der erste Kaffeefilter war auf Basis eines Löschpapiers hergestellt. Vor dieser Neuentwicklung musste man Siebe oder ähnliche Hilfsmittel verwenden, der Filter war hierbei eine praktische Erleichterung und verbesserte das Ergebnis deutlich.

Neben den Produkten von Melitta hatten sich parallel die Eisenfilter entwickelt, welche sich zur damaligen Zeit jedoch als nicht so vorteilhaft erwiesen, da technisch noch nicht ausgereift.

Melitta selbst entwickelte immer neue Verbesserungen des Filters, wie den Schneefilter, welcher über eine Wölbung und verschiedene Rillen verfügte. So konnte der Kaffee schneller abfliessen.

Kaffeefilter werden in die Maschinen eingelegt und sind mit feinen Poren ausgestattet. Man unterscheidet hierbei verschiedene Formen, wie die Papierfilter, die Dauerfilter und die Goldfilter.

Verschiedene Formen von Kaffeefiltern

Filtertüten aus Papier

Diese Filtertüten sind als Einwegprodukte konzipiert und bestehen aus Papier.

Sie werden in den trichterartigen Halter eingelegt und nach dem Gebrauch entsorgt.

Das Besondere an der Struktur des Materials sind die kleinen Poren. Sie bilden ein Netz aus Cellulosefasern und sind nur wenige Mikrometer gross.

Auf den Packungen befinden sich verschiedene Angaben, welche sich auf die Form und die Grösse der jeweiligen Kaffeemaschine beziehen. Die Kennzahlen basieren auf der Festlegung durch Melitta Benz und haben sich seitdem zu einem Standard entwickelt.

Die Angabe 100 steht dabei für ein Zweitassengerät, 101 findet man bei 3- und 4-Tassen-Geräten. Die üblichste Grösse ist die sogenannte Grösse 2, welche offiziell 102 heisst. Sie eignet sich bei 8-Tassen-Geräten.

Zusätzlich ist auf den Filtern angegeben, welche Kaffeemenge mit einem einmaligen Aufgiessen erreicht werden kann. Die Angabe 1×4 beispielsweise ist unter der Bezeichnung „Grösse 4″ bekannt und bedeutet, dass vier Tassen möglich sind.

Dauerfilter

Ein Dauerfilter kann mehrfach verwendet werden und muss nach jedem Gebrauch gereinigt werden. Er kann aus den verschiedensten Materialien bestehen, wie einem beispielsweise einem Metallgitter. Dieses ist sehr feinporig.

Zudem verfügen die Dauerfilter über einen stabilen Rahmen. Viele Filter sind spülmaschinengeeignet, sodass sich die Reinigung recht einfach gestaltet.

Goldfilter

Goldfilter sind eine besondere Form der Dauerfilter.

Viele Menschen schätzen den Goldfilter, da er einen intensiveren und aromatischeren Geschmack erzeugen soll.

Die Filter sind mit einer Echtgoldbeschichtung versehen und werden als Alternative zu den Papierfiltern verwendet. Die Poren der Goldfilter sorgen für eine Trennung der festen und der flüssigen Bestandteile.

Wo bei herkömmlichen Filtern oftmals zu viele Geschmacksstoffe ausgefiltert werden, arbeiten die Goldfilter noch präziser. Auch hier werden verschiedene Grössen angeboten, ähnlich wie bei den Papierfiltern.

Die Angaben beziehen sich auf die Tassenanzahl und müssen zur vorhandenen Maschine passen.

Gibt es noch weitere Alternativen?

Neben den Filtern kann man auch das traditionelle Aufbrühen von Hand durchführen, dieses ist jedoch aufwendig und daher sind Filtertüten in jedem Fall vorzuziehen.

Papierfilter oder Dauerfilter?

Bei der Frage „Papierfilter oder Dauerfilter?“ gehen die Meinungen weit auseinander.

Vorteil

Die klassische Form ist die Verwendung der Papierfilter, aber auch Dauerfilter haben ihre Vorzüge. Der auffälligste Vorteil ist die Kostenersparnis.

Wer sich für einen Dauerfilter entscheidet, der spart im Laufe der Zeit einiges an Geld ein. Gerade für Menschen, die viel Kaffee trinken, kann sich daher der Kauf eines Dauerfilters lohnen.

Nachteil

Ein Nachteil ist die Reinigung der Filter. Ein Papierfilter ist schnell ausgetauscht und immer zur Hand. Ein Dauerfilter muss nach dem Gebrauch gereinigt werden. Zwar kann hierbei vielfach die Spülmaschine verwendet werden, allerdings treten Probleme auf, wenn eine grosse Menge an Kaffee zubereitet werden muss. Dann ist häufig keine Zeit für eine Reinigung.

Insgesamt gesehen haben beide Varianten ihre Vorzüge und jeder Kaffeetrinker kann sich seinen bevorzugten Kaffeefilter auswählen.

Reinungsaufwand bei Dauerfilter?

Der Reinigungsaufwand bei den Dauerfiltern lässt sich durch den Einsatz der Spülmaschine verringern. Diese arbeitet präzise und gründlich, sodass Nachbehandlungen auf ein Minimum reduziert werden.

Wenn ein Dauerfilter nicht für die Maschine geeignet ist, dann ist die Reinigung allerdings oftmals aufwendig, da er mit kleinen Poren ausgestattet ist, die vielfach schwerer zu reinigen sind.

Wie sieht es mit den Kosten aus?

Ein Papierfilter ist bereits für Centbeträge zu haben, ein Dauerfilter kostet fünf bis zehn Euro, der Goldfilter ist die teuerste Variante, hier schwanken die Preise.

Die höheren Kosten für den Dauerfilter rentieren sich allerdings mit der Zeit, da er über einen längeren Zeitraum verwendet werden kann.

→ Falls Sie sich fragen, wieviel Geld Sie jährlich für Ihren Kaffeekonsum ausgeben, kann Ihnen vielleicht unser Kostenrechner weiterhelfen.

 

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